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Zentralafrikanische Republik – Minenindustrie wird ausgebaut

Wie vor kurzem bekannt wurde, hat die Zentralafrikanische Republik in einer Endversion eines Dokumentes zur Armutsreduzierung im Zeitraum 2011-2015 den internationalen Gremien mitgeteilt, welche Maßnahmen Bangui ergreifen will, um den Zugriff auf seine Minenresourcen zu verbessern.

Dabei bezieht sich das Land zunehmend auf die vielen kleinen Unternehmer, die Gold und Diamanten fördern. Insbesondere die Eigentümerrechte an den Kleinstminen soll besser geschützt werden.USAID hat sich bereit erklärt diese Maßnahmen technisch zu unterstützen. Man wünscht sich bei dieser Organisation überdies, dass die Betreiber der Kleinstminen in Zukunft permanente Nutzungsrechte zugesprochen bekommen. Im Gegenzug sollen die Betreiber ihre Fördermengen veröffentlichen und die abnehmenden Handelsgesellschaften sollen ordentliche Quittungen ausstellen., um Betrug zu vermeiden.

Ausserdem will das Land mit Hilfe eines Systems zur Lokalisierung von Diamantenfunden und dem Vergleich mit den Exportdaten kriminelle Aktivitäten eindämmen. Zu diesem Zweck soll eine neue 1000 Mann starke Spezialeinheit aufgestellt und die lokalen Minenbehörden personell verstärkt werden.

Die ZAR erhofft sich mit dieser Initiative im Rahmen des britischen „Good Corperation“ Programms und der „Extractive Industries Transparency Initiative (EITI)“ eine Verbesserung der fiskalischen und juristischen Situation seiner Minenindustrie.

Schließlich will das Land durch den Bau einer Eisenbahnlinie und einem speziellen Binnenhafen für Mineralien in Bangui die Eisenerzgewinnung durch die Firmen ORGEM und RED EARTH RESOURCES  unterstützen und so Minenaktivitäten fördern, die traditionell weniger von kriminellen Handlungen betroffen sind.