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Südsudan – Chef der UN Menschenrechtskommission misshandelt

(ANN) Nach einem Bericht der Vereinten Nationen wurde der Leiter der Menschenrechtskommision der UN in Südsudan Benedict F. Sannoh von mehr als 10 südsudanesischen Polizisten verprügelt.

Der Übergriff der Polizei ereignete sich am 20.August 2011 nachdem Herr Sannoh, ein bekannter Jurist sich geweigert hatte, sein Gepäck von den Polizisten durchsuchen zu lassen.Er wurde so schwer verletzt, dass er für 5 Tage in ein Hospital eingeliefert werden musste. Nach dem Krankenhausaufenthalt musste er zur weiteren Behandlung ausser Landes gebracht werden.

Der Vorfall wirft einen tiefen Schatten auf die Reputation des neugegründeten Staates Südsudan, dessen Stabilität weitgehend angezweifelt wird ( ANN berichtete ) und ist ein weiterer Beleg für die hilflosen Versuche der Regierung, Ordnung in das neue Staatswesen zu bringen.

Bereits in den vergangenen Wochen häuften sich Berichte über Rebellionen und schwere Stammeskonflikte innerhalb des südsudanesischen Staatsgebietes mit Meldungen von mehr als 600 Toten und vielen Verletzten, sowie 7900 zerstörten Häusern in einem Stammeskrieg zwischen Murle und Lou Nuer Einwohnern. 200 Kinder sollen entführt worden sein und zehntausende Stück Vieh wurden gestohlen.

Die UN sah sich deshalb jetzt genötigt,  Soldaten und Experten  in die Region Jonglei zu entsenden, um weiteres Blutvergiessen zu verhindern. (Bericht)